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Angehörigenberatung

AngehörigenberatungNicht nur ein Mensch, der von einer Erkrankung betroffen ist, sieht sich vor eine veränderte Lebenssituation gestellt, auch sein soziales Umfeld, Ehe– oder Lebenspartner und Kinder müssen sich auf Veränderungen einlassen, was mit sehr unterschiedlichen Fragestellungen und psychosozialen Belastungen einhergehen kann.

Chronische Erkrankungen sind eine Familienkrankheit: Ist ein Familienmitglied chronisch psychisch erkrankt, dann ist das gesamte Familiensystem davon betroffen. Angehörige, PartnerIn bzw. das nähere soziale Umfeld werden mit verändertem Verhalten und einer gesundheitlichen Verschlechterung bei dem erkrankten Menschen als erstes konfrontiert.

Die schweren Belastungen, denen Sie als Angehörige dann ausgesetzt sind, führen oft dazu, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu vernachlässigen. Hinzu kommt möglicherweise die Angst vor dem drohenden Verlust, Angst mit der Situation nicht dauerhaft zurecht zu kommen, Angst die Kinder zu vernachlässigen…..dem Verlust der Wohnung oder vor Überschuldung, etc..

Angehörige suchen häufig verzweifelt nach Möglichkeiten, dem Erkrankten und damit der ganzen Familie zu helfen. Oft überfordern sie sich dabei, und es können Gefühle wie Furcht, Schuldgefühle, Schmerz, Scham, Wut, Einsamkeit entstehen, die auf Dauer krank machen können.

In Gesprächen mit unseren Beratern und Beraterinnen können Sie Hilfe, d.h. Anregungen und Unterstützung bekommen. Sie können sich darüber informieren, wie Sie sich gegenüber einem Ihnen nahestehenden erkrankten Menschen verhalten können, wie sie einen Veränderungsprozess fördern und auch was Sie für sich selbst tun können.

Gerne unterstützen wir Sie als Angehörige bei der seelischen Bewältigung der veränderten und künftigen Situation.

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Angehöriger depressiv Erkrankter

depressiver PartnerNiedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und gedrückte Stimmung sind die typischen Anzeichen einer Depression. Auch wenn Sie Ihren depressiv Erkrankten Partner lieben, ist es doch gut möglich, dass Sie als Angehöriger manchmal mit der Erkrankung überfordert sind, denn der Umgang mit depressiven Menschen kostet viel Kraft und kann auch die eigene Lebensfreude trüben.

An dem geliebten Menschen, der an einer Depression erkrankt ist, werden Sie mit Sicherheit große Veränderungen feststellen. Vielleicht klagt Ihr einst so aktiver und lebensfroher Partner plötzlich viel, er empfindet Schuldgefühle und hat manchmal keine Hoffnung mehr.

Eine Depression und Partnerschaft lassen sich trotz aller Liebe oft nur schwer miteinander vereinen.

In der Regel lebt eine Partnerschaft vom gegenseitigen Geben und Nehmen, vom füreinander da sein und natürlich vom gemeinsamen Erleben.

In einer depressiven Phase ist der Erkranke zwar stark auf Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis angewiesen, allerdings ist er kaum in der Lage, Ihnen etwas zurückzugeben.

Bei depressiven Patienten erlischt oft das Interesse am Sex und sie weisen die sexuellen Bedürfnisse ihres Partners zurück. Das bedeutet nicht, dass ihr depressiver Partner Sie ablehnt, sondern ist ein Symptom der Depression. Partnerschaft¬ und Zuneigung werden in schweren depressiven Phasen sehr auf eine harte Probe gestellt. Nicht selten enden Beziehungen in einer Trennung .

Der Umgang mit Depressionen ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Leidet doch die Lebensfreude das Selbstwertgefühl von Ihnen, dem gesunden Partner, nicht unerheblich Lassen Sie sich nicht verunsichern. Wichtig ist, dass Sie sich mit der Erkrankung auseinandersetzen. Je besser sie Bescheid wissen, desto größer ist Ihr Verständnis für den Betroffenen und ihre Hoffnung, dass die Lage sich auch wieder bessert.

Vielleicht entwickeln Sie selbst Schuldgefühle oder ärgern sich über Ihren depressiven Angehörigen, weil sie sich hilflos, wertlos und nicht geliebt fühlen.

Dauert die Depression länger an, stellt sich oft ein Gefühl von Überlastung, Überforderung und Erschöpfung ein, weil Sie emotional stark belastet sind und dem Erkrankten viele Aufgaben abnehmen und Ihre Bedürfnisse zurück stehen müssen.

Ist der Partner über Monate hinweg depressiv, belastet die Krankheit sicher auch Sie als Angehörigen.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Grenzen Ihrer Belastbarkeit kennen und Ihre eigenen Interessen nicht aus den Augen verlieren.

Wir unterstützen Sie von Herzen gerne!

Im Rahmen von vertraulichen psychologischen Beratungsgesprächen haben Sie die Möglichkeit, ganz unbefangen über all Ihre Emotionen zu sprechen.

Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen Lösungswege für Ihr individuelles Wohl – damit Sie selbst nicht an der Erkrankung Ihres Partners verzweifeln und dem Menschen, den Sie lieben wirklich unterstützen zu können.

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Co Abhängigkeit

Co-Abhängigkeit- Solutions MünchenWenn der Partner süchtig ist, ist das immer eine schwere Belastung für alle Beteiligten. Trotzdem verlässt man den Suchtkranken nicht.
Man will den Partner ja nicht im Stich lassen – und wer genießt es schließlich nicht das Gefühl zu haben, vom Partner gebraucht zu werden? Das verbindet und schweißt zusammen.

 

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Trotzdem sollten Sie sich, auch Ihrer eigenen Gesundheit zuliebe, mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Haben Sie häufig das Gefühl, gegenüber dem abhängigen Familienmitglied machtlos zu sein ?
  • Haben Sie das Gefühl, dass der Alkohol eine immer größere Rolle in Ihrer Beziehung spielt?
  • Hängen Ihre Gefühle stark vom Zustand des Abhängigen ab?
  • Übernehmen Sie zunehmend Aufgaben, die der Alkoholkranke noch bewältigen könnte?
  • Wechseln Ihre Gefühle für den trinkenden Partner häufig zwischen Liebe und Hass?
  • Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Partner noch tiefer abrutscht, wenn Sie ihn verlassen?

Vielen Angehörigen ist jedoch meist nicht bewusst, dass sie durch ein Co-Abhängigkeitsverhalten diesen Zustand noch unterstützen, statt ihn zu verbessern.

Falsch verstandene Hilfsbereitschaft Angehöriger oder das Aufrechterhalten einer “heilen” Familie sind meist nur gut und liebevoll gemeint.

Leider sind sie nicht nur das falsche Mittel um einen Süchtigen aus seiner Krankheit heraus zu helfen. Im Gegenteil: bedauerlicherweise wird die Sucht dadurch manifestiert, da keine Motivation existiert, sie zu überwinden.

Angehörige von Suchtkranken wissen meist instinktiv, dass sie durch ihr Verhalten ein marodes System aufrechterhalten und unterstützen – irgendwann verachten sie sich selbst und ihren Partner dafür.

Sich das einzugestehen und den ersten Schritt aus der scheinbar ausweglosen Situation zu machen, ist der Beginn von einem neuen, zufriedenen und erfüllten Leben mit dem geliebten Partner.

Gerne begleiten wir Sie auf dem Weg aus der Co-Abhängigkeit hinaus, in dem wir vertrakte Zusammenhänge aufdecken und gemeinsam Perspektiven erarbeiten umso eine glückliche Beziehung zu ermöglichen.

Wir unterstützen Sie beim Erlernen anderer, gesünderer Verhaltensmuster.

Lassen Sie uns dazu beitragen ein neues, suchtfreies und liebevolles Leben für beide Partner wieder erlebbar zu machen.

 

Angehörige dementiell Erkrankter

Die Betreuung eines demenzkranken Menschen ist eine anspruchsvolle und schwierige Aufgabe, die viel Kraft, Wissen und Kompetenzen erfordert.

Demenzerkrankung Hilfe - Solutions MünchenWie soll man Demenzkranken begegnen? Oft leben sie in einer anderen Realität, und auch wenn es ein Mensch ist, der einen Jahrzehnte lang kannte, kann es sein, dass er sich nicht daran erinnert. Das ist natürlich gerade für Familienangehörige sehr schmerhaft….

Normale Gespräche mit der erkrankten Mutter oder dem Vater, dem Partner oder der Partnerin werden zunächst schwierig, dann unmöglich.

In der Begleitung eines demenzkranken Menschen können Familienangehörige und andere Bezugspersonen großen Belastungen ausgesetzt sein. Eine Demenzerkrankung kann vielfältige Veränderungen in allen Lebensbereichen mit sich bringen. Sie als Partner und auch Kinder von demenziell erkrankten Menschen sehen sich plötzlich mit neuen, oft ungewohnten Aufgaben konfrontiert. Viele Beziehungen leiden unter der Erkrankung.

Sehr oft ist zudem der Pflegealltag durch eine hohe körperliche und seelische Beanspruchung geprägt.

Häufig fühlen Sie sich sicher mit Pflege und Betreuung allein gelassen, verzichten auf Urlaub und vernachlässigen eigene Interessen und Hobbys. Sicher nehmen auch Ihre sozialen Kontakte ab,es kommt kein Besuch mehr nach Hause und sie befürchten insgeheim, zunehmend sozial isoliert zu werden.

Um die vielfältigen Aufgaben der Betreuung und Pflege eines Demenzkranken über Jahre hinweg erfüllen zu können, brauchen Sie als Angehörige zu aller erst Wissen über die Krankheit, ihren Verlauf. Je besser Sie informiert sind, desto leichter können Sie lernen, mit schwierigen Verhaltensweisen umzugehen.

Es ist also ganz wichtig, sich frühzeitig über die Krankheit und mögliche Hilfen zu informieren.

Wir beraten Sie gerne zum Krankheitsbild Demenz aber auch zum Umgang mit dem/der Erkrankten und zu Möglichkeiten der Entlastung.

Zudem unterstützen wir Sie mit all unserer Erfahrung, auch die eigene Situation in den Blick zu nehmen, sich selbst bei aller Liebe und Fürsorge nicht zu vergessen.

Wir möchten Sie in vertraulichen Beratungsgesprächen dabei unterstützen, Ihre individuelle Belastungssituation besser zu bewältigen. Sie finden einen geschützten Raum in dem Sie sich auch über Gefühle wie Wut, Schuld, Scham, Überforderung oder Angst auszusprechen können.

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